Corona ist ein starker Gegner…

Corona ist ein starker Gegner…

Seit knapp über einem halben Jahr sitzen die Synchros (und viele andere Sportler) nun leider schon auf dem Trockenen. Manche warten vielleicht einfach nur, dass es irgendwann weitergeht. Und auch wir lassen es etwas „entspannter“ angehen als sonst: Zeit für Schule/ Studium/ Arbeit und natürlich Familie nimmt bei allen in diesen Zeiten einen großen Stellenwert ein.

Doch sind wir auch weiterhin gemeinsam (sportlich) aktiv:

Unser Nachwuchs trainiert online zweimal pro Woche unter der Leitung von Jana und Britta fleißig weiter: Basics wie Körperspannung, Kraft, Beweglichkeit usw. gehen notgedrungen erst einmal auch ohne Wasser und werden ihnen später eine Hilfe sein. Für wenigstens ein bisschen Normalität sorgen unsere Stehproben. Doch die Kür nicht im Wasser umsetzen zu können, fehlt ihnen sehr. Das macht halt doch wesentlich mehr Spaß.

Die „Großen“ trainieren ebenfalls seit Ende letzten Jahres dreimal pro Woche per Videochat: In den ersten Monaten wurde das Aufwärmen und Krafttraining von Sarah geplant und geleitet, während Adri das Dehnen übernommen hat. Sarah hat sich immer wieder neue Übungen und Abläufe für das Training überlegt, damit es ja nicht langweilig wird. Zum Beispiel sollte jede von uns ihre „Lieblings-“ und „Hassübungen“ jeweils für die verschiedenen Kraft-Schwerpunkte nennen, welche wir dann an mehreren Trainingstagen mit durchgeführt haben. So bekamen wir anderen bereits die Möglichkeit, das Training indirekt mitgestalten zu können. Vor einigen Wochen hat Sarah dann die nächste höhere Stufe eingeleitet: Jedes Teammitglied hat die Aufgabe übernommen, im Wechsel einen der Trainingsabschnitte (Aufwärmen, Krafttraining, Dehnen) komplett selbst zu planen und anzuleiten. Somit können wir anderen notfalls online auch ohne die Anwesenheit von Trainern trainieren bzw. die Trainer beim regulären Training unterstützen. Dabei haben wir gleichzeitig gelernt, welcher (Zeit-)Aufwand und welche Überlegungen hinter der Vorbereitung einer Trainingseinheit und der Zusammenstellung verschiedener Übungen liegen. So ist unser Training zusätzlich nochmal viel abwechslungsreicher geworden, weil jeder neue Übungen und auch Trainingsweisen mitbringt. Beispielsweise konnten wir von Maries Erfahrungen aus ihrer Ballettzeit profitieren und Alena hat uns mit Übungen aus ihrer früheren Kickboxzeit gefordert.

Durch das im Vergleich zur Wettkampfzeit etwas „entspanntere“ Training hatten wir zusätzlich die Möglichkeit, uns auch mal Zeit für andere Dinge zu nehmen, die sonst zu kurz kommen: Den Einstieg hat ein Zusammentreffen gemacht, bei dem wir darüber geredet haben, was uns am bisherigen Online-Training gut gefällt und ob wir Verbesserungsvorschläge dafür haben. Dabei haben wir festgestellt, dass alle insgesamt mit dem Online-Training sehr zufrieden und auch froh darüber sind, dass das Training wenigstens in dieser Form stattfinden kann! Kleine Verbesserungsvorschläge und Wünsche (z.B. eine längere Dehnzeit), wurden in die Optimierung des Trainings mit aufgenommen. Bei einem weiteren Treffen haben wir uns über die Erwartungen und persönlichen Ziele an das hoffentlich bald wieder in der Schwimmhalle stattfindende Training ausgetauscht. Außerdem konnte Sarah im Rahmen einer „Theorie-Einheit“ vertretend für alle Trainerinnen zeigen, warum verschiedene Übungen während des Trainings notwendig sind und welche Folgen es haben kann, wenn diese falsch bzw. anders ausgeführt werden als der Trainer dies geplant hat (von „nur“ unabsichtlich verändertem Trainingsziel bis schlimmstenfalls hin zur Verletzungsgefahr). Dadurch hatten wir die Möglichkeit besser zu verstehen, dass jede Übung aus bestimmten Gründen durchgeführt wird und die Trainingspläne gut durchdacht erstellt werden.

Mit dem Online-Training haben wir eine sehr gute Möglichkeit gefunden, den regelmäßigen Kontakt zu halten und körperlich fit zu bleiben. Trotzdem hoffen wir unser Training möglichst bald wieder in der Schwimmhalle durchführen zu können, denn selbst die fortgeschrittene Technik kann uns kein Wassertraining ermöglichen.

Und auch die Trainer sind fleißig: Neben der Trainingsplanung und dem Austausch untereinander, fand am Samstag, den 17.04. ein Online-Trainer-Meeting der Norddeutschen Synchronschwimmtrainer statt, an dem Insa, Jana und Sarah ebenfalls teilgenommen haben. Auch wenn es in diesen Zeiten schwierig ist, irgendwas verlässlich zu planen, haben wir doch versucht eine schöne, wenn auch realistische, Lösung zu finden. Ebenfalls war es auch interessant zu hören, wie das „Training“ in den anderen Vereinen und unterschiedlichen Bundesländern zurzeit so abläuft.

Auch wenn es allen schwerfällt und uns der persönliche Kontakt sehr fehlt, versuchen wir trotzdem so gut es geht am Ball zu bleiben. Getreu dem Motto:

Corona ist ein starker Gegner – ABER WIR SND STÄRKER!

Bleibt gesund

Eure Synchros

(Bericht Johanna Duddek und Sarah Waupke)